Brief an L.

‘Mir gehts viel besser als in den letzten monaten, aber die. R.-sache beschaeftigt mich noch immer sehr, sowohl im alltag, als in der therapie. setze mich gerade sehr auseinander mit beziehungspatronen (familie-beziehung), die sich wiederholen, sexuelle gewalt, grenzen spueren/kommunizieren, fuer sich sorgen, etc. das schwierigste ist fuer mich glaube ich zu akzeptieren, dass die gewalt passiert ist, dass man da (gerade noch) wenig bis nichts machen kann, dass die person in meinen spaces abhaengt und ich damit klarkommen muB und dass ich trotz der ganzen scheiBe merke, dass ich die person manchmal noch vermisse. das macht mich manchmal wahnsinnig und sehr sauer auf mich, dass ich die person, die mir gewalt angetan hat, auch noch vermisse, obwohl ich das (rational) gar nicht moechte! aber deswegen sauer auf sich zu sein bringt ja auch nichts, es macht die sache nur noch schlimmer.. ich versuche also ruhig zu bleiben, self care zu machen, mich mit schoenen leuten zu umringen, genau wie du das jetzt machst..’

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Illustrator/tattooist: Hanna Friedhelm, other model original photo: Frances, photographer: Franziska Turner
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Toxic (Love poems oct ’18 – aug ’18)

The good feminist (29/8/’18)

If you don’t wanna admit your mistake

tell her

she’s crazy

too emotional

and hence her words

can’t be taken serious

 

That nobody else ever complained

so she can’t be right

 

That she wanted it

the situation was consensual

and that if it wasn’t consensual at some point

it surely wasn’t your mistake, but hers

cause ‘she didn’t stop you’

and ‘you always did that’

 

Discredit everything she says

with your social environment and friends

so you don’t have to be afraid of her

 

And then tell her

you’re a good feminist

and repeat it

to yourself

and friends

100 times a day

so that in the end

you start to believe

your own lies

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Photographer: Eva Fredrichs, MUA: Johanna Hofer

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